Uebergang

Allgemeines

Die folgenden Informationen sind für Mitarbeitende aus Wiesbadener Kindertagesstätten, Grundschulen und der Nachmittagsbetreuung bestimmt.

Die "Wiesbadener Vereinbarung"

Der „Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP)“ stellt die Wichtigkeit von Übergängen in das Zentrum seiner Überlegungen. Für alle Menschen sind Transitionen besondere Lebensereignisse, die mit einem Wechsel des Lebensumfelds, neuen Aufgaben, Erwartungen sowie verschiedenen Rollenwechseln verbunden sein können. Dies gilt natürlich ganz besonders für Kinder, die sich in einer Lebensphase beschleunigter körperlicher und geistiger Entwicklung befinden. Übergänge im Bildungsverlauf können daher auch als Phasen akzelerierten Lernens verstanden werden, die besondere Anforderungen an alle Beteiligten aus Familie und Schule stellen. Entscheidend für einen Übergang sind daher vor allem Kommunikation und Partizipation. Gelingt der Übergang, motiviert dies alle daran Beteiligten dazu, sich im Sinne der Ko-Konstruktion weiterentwickeln: Alle sind Teil eines lernenden Systems. Dazu gehört nicht zuletzt eine gemeinsame Wertehaltung und die immer wieder erfolgende Verständigung über das Bild des Kindes.

Die „Wiesbadener Vereinbarung“ richtet sich daher an alle pädagogischen Fach- und Lehrkräfte, denen eine gelungene Zusammenarbeit im Sinne der ihnen anvertrauten Kinder wichtig ist, um eine Konsistenz im Bildungsverlauf sicher zu stellen und das lebenslange Lernen von Grund auf zu befördern. Ziel der „Wiesbadener Vereinbarungen“ ist es dabei, Kindertagesstätten und Grundschulen eine Anregung zur Kommunikation und zu gemeinsamen Absprachen zu geben sowie den Zugang zu guten Beispielen aus der Praxis zu erleichtern und nicht zuletzt die Kooperation beim Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule in Wiesbaden auf einer regelgeleiteten Grundlage zu vermitteln.

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Arbeitsmittel

Sehr geehrte Leitungen und Ansprechpersonen aus den Kindertagesstätten (KT), Schulen (GS) und der Nachmittagsbetreuung (NB),

anbei erhalten Sie die aktualisierten Arbeitsmittel für das laufende Schuljahr. Hier sind auch kleinere Änderungsvorschläge seitens der Kindertagesstätten und Grundschulen aufgenommen worden. Aufgrund der hohen Akzeptanz der Bögen sehen wir derzeit von einer grundlegenden Überarbeitung ab. Vielen Dank an diejenigen, die sich hierfür bereit erklärt hatten. 

In der Bestandsaufnahme gaben um die 90% der Kindertagesstätten und Schulen an, dass sie den Kurzinformationsbogen und Übergabebogen für hilfreich erachten. Mehrere Schulen wiesen ausdrücklich darauf hin, dass die Kitas die Bögen bitte aussagekräftig und nicht “verschönt” ausfüllen sollen, um ein realistisches Bild des Kindes zu erhalten. Auch bitten die Schulen darum, dass die aktuellen Bögen verwendet werden sollen und darauf geachtet werden soll, die Bögen an die richtige Schule zu schicken.

40% der Kindertagesstätten gaben in dem jährlichen trägerübergreifenden Fachstandard (QWiS) an, die Rückmeldebögen nur teilweise oder auch gar nicht zu erhalten. Da sie die Rückmeldungen seitens der Schule für wichtig erachten (85% laut der Bestandsaufnahme), um ihre Arbeit zu reflektieren, bitten wir die Schulleitungen, darauf zu achten, dass die Rückmeldebögen den Kitas zugehen. Da der Rückmeldebogen kein Instrument für Elterngespräche darstellt, nehmen wir den Wunsch einiger Schulleitungen auf, die Unterschrift der Eltern raus zunehmen. Der Datenschutz ist an anderer Stelle sichergestellt.

Nur etwa die Hälfte der Träger der Nachmittagsbetreuung erhalten bislang – wie in der aktuellen Wiesbadener Vereinbarung vorgesehen – den Kurzinformations- und Übergabebogen für die Kinder mit Betreuungsbedarfen. Wir bitten darum, diese Bogen, soweit das Einverständnis der Eltern vorliegt, auch wirklich weiterzugeben, damit auch an dieser Stelle diese wichtigen Infos für die Arbeit vorliegen.

Die Nachmittagsbetreuung bittet die Kindertagesstätten darum, die Eltern ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Bögen weder eine Anmeldung darstellen, noch einen Platz in der Nachmittagsbetreuung garantieren.

Durch die Bögen haben Sie auch eine Möglichkeit im Netzwerk gemeinsam zu überlegen, welches Kind dringend einen Platz in der Nachmittagsbetreuung bekommen sollte sowie bei welchem Anbieter der Nachmittagsbetreuung es gut betreut / gefördert würde – insofern es mehrere Anbieter an einer Schule gibt.

Arbeitsmittel – Auszug aus den Standards (Stand 2020):

Kurzinformationsbogen inkl. Datenschutz
Die Kita übergibt den Bogen in zweifacher Ausfertigung bis spätestens eine Woche vor Schulanmeldung (April) der jeweiligen Schule. Die Schule behält ein Exemplar und leitet das andere an das Gesundheitsamt weiter. Insofern das Kind bereits einen Platz in der Nachmittagsbetreuung erhalten hat und die Eltern ihre Einwilligung gegeben haben, leitet die Schule den Bogen auch an die Nachmittagsbetreuung weiter.

Übergabebogen inkl. Datenschutz
Die Kita übergibt den Bogen bis spätestens 30. März an die jeweilige Schule. Insofern das Kind bereits einen Platz in der Nachmittagsbetreuung erhalten hat und die Eltern ihre Einwilligung gegeben haben, leitet die Schule den Bogen auch an die Nachmittagsbetreuung weiter.

Rückmeldebogen

Die Schule übermittelt den Bogen bis spätestens 15. Februar an die jeweilige Kita.

 

Bitte beachten Sie, dass die Arbeitsmittel, auch wenn Sie am PC ausgefüllt wurden, ausgedruckt und unterschrieben der Schule auf dem Postweg oder persönlich weitergeleitet werden sollen.

Gerne können Sie sich mit Fragen und Anregungen an uns wenden: Fachstelle.Uebergang@wiesbaden.de

 

Sehr geehrte Kita-Leitungen,

bedauerlicher Weise hat sich ein Fehler in den PDF-Übergabebogen eingeschlichen: ab S. 6 Teil 3 „Vorschulische Fördermaßnahmen“ werden nicht alle im Formular gesetzten Kreuze ausgedruckt. Da dies ein Fehler in der Formatierung beim Erstellen des Bogens ist, lässt es sich nicht nachträglich beheben. Daher bitten wir Sie, wenn Sie den PDF-Übergabebogen bereits ausgefüllt haben, beim Ausdruck die Kreuze ab S. 6 per Hand nachzutragen oder von der S. 6 und S. 7 einen Screenshot zu erstellen.

Diejenigen, die den Übergabebogen noch nicht ausgefüllt haben, bitten wir, den angehängten PDF-Übergabebogen oder die andere Variante zu nutzen.

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und werden in Zukunft die Bögen vor dem Weiterleiten noch genauer kontrollieren.

Ein herzlichen Dank auch an die Kita-Leitung, die uns darauf aufmerksam gemacht hat.

Downloads beschreibbare pdf-Version
(aktualisiert 16. Dezember 2021):

Flyer & Broschüren

Informationen zur Einschulung der lokalen Netzwerke im Rahmen der „Wiesbadener Vereinbarung“ zum Übergang Kindertagesstätte – Grundschule

Unsere neue Eltern-Kind-Broschüre zur Einstimmung auf die Schule – mit vielen Tipps, was Eltern tun können um ihr Kind auf die Schule vorzubereiten sowie entsprechende Kinderseiten für einen gemeinsamen Dialog.

Die Broschüre gibt es in verschiedenen Sprachen.
(Einfach beidseitig ausdrucken und in der Mitte zusammenfalten.)

Plenen / Fachtage rund um den BEP

Einmal jährlich bieten wir ein Plenum/Fachtag für Kitas, Grundschulen und  Nachmittagsbetreuung an. Mit aktuellen Themen rund um den BEP wollen wir die Netzwerke inspirieren und legen großen Wert darauf, auch Best Practice Beispiele vorzustellen. Damit diese Veranstaltungen für Sie gewinnbringend sind, laden wir Sie ein, diese mit Ihren Vorschlägen und Anregungen zu bereichern.

Veranstaltungen:

  • “Was hilft mir im (momentanen) Kita-/ Schulalltag?“ für die städtischen Kindertagesstätten, Grundschulen und die Nachmittagsbetreuung am 04.02.2021, Ersatztermin 18.02.2021
  • „Was können wir trotz Corona tun, damit Kinder und Eltern gut in Schule und Nachmittagsbetreuung ankommen?“ für die städtischen Kindertagesstätten, Grundschulen und die Nachmittagsbetreuung am 25.02.2021

 

Plenen und Fachveranstaltungen der letzten Jahre:

2019: Plenum “Partizipation”

2020: Plenum “Die Netzwerke bekommen Zuwachs – Die Nachmittagsbetreuung”

Eine Dokumentation der Veranstaltung kann bei der Fachstelle Übergang Kita – Grundschule (Abteilung Kindertagesstätten) angefordert werden.

2021: Veranstaltungsreihe “Mit Kindern Mathematik entdecken – Anschlussfähige mathematische Bildungsprozesse im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich”

Gemeinsame BEP-Projekte

Die Netzwerke planen gemeinsam pädagogische Projekte zum Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule bzw. Nachmittagsbetreuung. Inhaltlich orientieren diese sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan.

Die gemeinsamen BEP-Projekte zum Übergang werden finanziell gefördert. Hierfür kann die Grundschule einen Antrag für ihr Netzwerk stellen. Antragsformulare können bei der Abteilung Kindertagesstätten, Fachstelle Übergang KT – GS   angefordert werden.

 

Downloads:

Gemeinsame Fortbildungen

Die “Wiesbadener Vereinbarung” zum Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule sieht auch vor, dass sich die Netzwerke gemeinsam fortbilden.

Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

> Eine Möglichkeit stellen die BEP-Modulfortbildungen dar. Die BEP-Multiplikatoren bieten zu spannenden Themen die meist dreitägigen Fortbildungen kostenlos an.

> Die Fachstelle Übergang KT – GS kann für Fortbildungen rund um den Übergang angefragt werden. Die entsprechenden Anträge können bei der Abteilung Kindertagesstätten, Fachstelle Übergang KT – GS angefordert und gestellt werden.

> Die Netzwerke können auch bei externen Referenten Fortbildungen besuchen. Die Abteilung Kindertagesstätten, Fachstelle Übergang KT – GS fördert Fortbildungen, die in direktem Zusammenhang mit einem gemeinsamen BEP-Projekt stehen. Hierfür können die Schulen für ihr Netzwerk die Antragsformulare anfordern und stellen.

Zwei Veranstaltungen für die städtischen Kindertagesstätten, Grundschulen und die Nachmittagsbetreuung:

  • „Was hilft mir im (momentanen) Kita-/ Schulalltag?“ 04.02.2021, Ersatztermin 18.02.2021
  • „Was können wir trotz Corona tun, damit Kinder und Eltern gut in Schule und Nachmittagsbetreuung ankommen?“ am 25.02.2021

Zusammenarbeit mit Eltern

Ohne Eltern* geht es nicht

Eltern im Übergang Kindertagesstätte Grundschule

Der Bildungserfolg von Kindern hängt – dies belegt eine Vielzahl von Studien – stark vom Elternhaus ab. Dies ist wenig erstaunlich wenn man bedenkt, dass das Elternhaus nicht nur der erste Bildungsort im Leben der Kinder ist, sondern auch der einzige, der über die ganze Kindheit und Jugend wirkt und auch zeitlich in aller Regel den größten Raum einnimmt.

Umso wichtiger ist eine gute Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Schulen mit den Eltern. Von einer regelmäßigen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Bildungsinstitutionen (Kindertagesstätte und Schule) und den Eltern profitieren alle, vor allem aber die Kinder.

Daher sind die Netzwerke gefordert ein Übergangskonzept zu leben, dass neben dem guten Ankommen in Schule und Nachmittagsbetreuung der Kindern auch das gute Ankommen der Eltern fördert. In Kooperation miteinander ist immer wieder zu überprüfen, ob die bestehenden Angebote zum Übergang alle Eltern erreicht und diese ggf. anzupassen und zu erweitern.

 

* Wen meinen wir mit „Eltern“?

  • Mutter, Vater, zusammen als Paar oder auch alleine für sich – wie z. B. bei alleinerziehenden Elternteilen
  • „biologische Eltern“ (Mütter, Väter), aber auch
  • „soziale Eltern“ (Mütter, Väter) – wie z. B. Pflegeeltern, Großeltern oder neue Partner der Eltern sofern sie über ihre Sorge für das Kind längerfristig und regelmäßig Verantwortung für das Kind übernehmen

 

> Elternbrief

Anregungen und Praxisbeispiele

Neuigkeiten

Unsere neue Eltern-Kind-Broschüre zur Einstimmung auf die Schule – mit vielen Tipps, was Eltern tun können um ihr Kind auf die Schule vorzubereiten sowie entsprechende Kinderseiten für einen gemeinsamen Dialog.

> Hurra ich komme ich die Schule

Hier interessante Broschüren zum Stöbern: